Frauen Fitness Power

#scheissaufchillen

Liebe Ladies,

Low-Carb ist toll! Low Carb kann ganz viel und ist für bestimmte Personengruppen DAS Mittel der Wahl. Zumindest mal für eine Weile. Für drei Wochen vor dem Geburtstag oder dem Urlaub zum Beispiel ist es bestens geeignet. „Noch schnell zwei Kilo abnehmen“ und so.
Im folgenden Artikel habe ich meine Hausarbeit (Ernährungstrainer A-Lizenz) als Basis genommen. Es ist also diesmal wenig prosaisch und eher nüchtern zu lesen. Wenn Ihr Fragen habt, dann stellt diese bitte auf meiner Facebookseite, in der Gruppe oder hier in den Kommentaren.

Here we go:

Was genau ist eigentlich Low Carb? Oder sogar No Carb?

Bei einer Low Carb Diät werden um die 130g Kohlenhydrate pro Tag über die Nahrung aufgenommen.
Bei No Carb unter 40-50g pro Tag. In manchen sogar unter 15g pro Tag (das nennt man dann auch Keto-Diät).

Gemeint sind: soundsoviel Gramm des Makro-Nährstoffs insgesamt pro Tag (also nicht 130g Spaghetti).
Ob aus Nudeln, Kartoffeln oder Reis, Obst oder Gemüse, Panade oder Milchprodukten oder aus was auch immer.

Zu den bekanntesten Low Carb Diäten, die Euch meistens als Ernährungsumstellung verkauft werden, gehören:
Atkins (eigentlich ketogen), LOGI, Montignac oder SouthBeach Diät.

Im Groben sind diese gleich oder ähnlich. Die einen arbeiten dann noch mit dem Glykämischen Index oder der Glykämischen Last von Nahrungsmitteln (meines Erachtens für Diabetiker Typ 1 relevant; für „gesunde Normalos“ viel zu kompliziert im Alltag), verbotenen und erlaubten Lebensmitteln, etc. pp…
Aber erst einmal bleiben wir bei einem groben Überblick.

Die Vorteile von Low Carb (weniger als 130g Kohlenhydrate pro Tag)

  • Schnelle scheinbare Abnehmerfolge (Gewichtsverlust) allein durch die geringere Glykogen-Menge,
    denn – Achtung das ist interessant! – 1g Glykogen (Kohlenhydrate) bindet 2,7g Wasser.
    Würde man  also 100g Kohlenhydrate sparen,  dann spart man 370g Gewicht.
    Da ist aber dann noch kein einziges Gramm Fett dabei 😉
    (Mal so rein mathematisch berechnet, ohne Rücksicht auf individuelle physiologische Abläufe im Körper)
  • Fette und Eiweiße sättigen gut
  • Zur Verdauung von Fetten und Eiweißen braucht der Körper mehr Energie als für die Verdauung von Kohlenhydraten
  • Der Insulinspiegel steigt und fällt nicht so drastisch, wodurch Heißhunger-Attacken vermieden werden können
  • Zu viele Kohlenhydrate (übervolle Glykogenspeicher) werden im Fettgewebe deponiert. Dieses „Risiko“ entfällt bei einer Low-Carb-Diät, sofern im Gegenzug nicht übermäßig Proteine konsumiert werden
  • Gute Wahl bei Diabetes mellitus Typ 2 (wenn die Eiweiß-Zufuhr begrenzt bleibt)
  • Gewichtsreduktion in den ersten 6 Monaten höher als bei Low Fat (langfristig aber nicht so erfolgreich)

Die Nachteile von Low Carb

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Das trifft irgendwann jeden,
    WEIL: Alle Organe können bei Mangelerscheinungen, die Energie auch aus Fetten und Eiweißen beziehen.
    AUSSER: das zentrale Nervensystem (Rückenmark und Gehirn) und das Nebennierenmark (Bildung von Adrenalin und Noradrenalin). Das Nervensystem ist der größte Glukose-Konsument in unserem Körper (Glukose wird vornehmlich aus Kohlenhydraten gewonnen)
  • Erhöhtes Risiko von Nierenschäden durch dauerhaft übermäßigem Konsum von Eiweiß
  • Es kann zu einem erhöhten Cholesterinspiegel führen, wenn übermäßig Proteine aus tierischen Quellen konsumiert werden
  • Zu hoher Harnsäurespiegel kann Gichtanfälle auslösen
  • Lässt sich vegetarisch oder vegan nicht umsetzen
  • Hoher Konsum tierischer Proteinquellen ist auch aus ökologischer Sicht (Tierschutz) nicht gut vertretbar
  • Ballaststoffmangel (kann zu Verdauungsproblemen und oder Verstopfung führen)
  • Bis zu 50-prozentige Abbruch-Quote bei dauerhafter Low-Carb-Ernährung
  • Macht schlechte Laune (Futter für die Nerven fehlt)

 

Die Vorteile von No Carb
(das ist dann wenn man unter 50g Kohlenhydrate pro Tag bleibt)
Die Besonderheit daran ist, dass der Körper seine gesamte Verdauung/Verstoffwechselung von Nährstoffen auf „ein anderes System“ umstellt.

  • Siehe Low Carb
  • Als diabetische Ernährung bei bestimmten Epilepsieformen im Kindesalter probat, sowie bei einigen anderen neurologischen Erkrankungen. Auch in der Krebstherapie konnte in einigen Fällen durch ketogene Ernährung Tumor-Wachstum gebremst oder sogar gestoppt werden
  • In der Ketose ist die Tages-Kalorien-Menge aus Fetten nebensächlich, da die Ketonkörper nicht speicherbar sind und über den Urin oder Stuhl (wenig auch über die Lunge) ausgeschieden werden
  • Insulin fehlt als Schlüsselstoff für die Einlagerung von Fettsäuren in die Fettdepots (wenn nicht zu große Mengen Proteine verzehrt werden)
  • Ketonkörper dämpfen das Hungergefühl

 

Die Nachteile von No Carb

  • Siehe Low Carb
  • Schwer umsetzbar durch die vielen Einschränkungen in der Lebensmittelauswahl
  • Vitamin- und Mineralstoffmangel
  • Aufnahme zu vieler Transfettsäuren und ungesättigter Fette
  • Mundgeruch durch Ausscheidung der Ketonkörper über die Atmung
  • Hohe Belastung für das Immunsystem
  • Ballaststoffe fehlen, was zu Verdauungsproblemen führen kann
  • Ketonkörper sind leicht säurebildend. Die Gefahr einer Ketoazidose (gefährlich hoher PH-Wert im Blut) besteht (wenn auch sehr gering beim gesunden Menschen).
  • Viel Trinken ist sehr wichtig, damit die gebildeten Ketonkörper und Harnsäure ausgeschieden werden können
  • Negativ wirken sich die Begleitstoffe fettreicher Lebensmittel aus, wie zum Beispiel Purine, die in Fleisch enthalten sind
  • Große Gefahr der Keto-Azidose für Diabetiker
  • Regelmäßige Kontrolle der Blutwerte sinnvoll
  • Zu Beginn ist der Verlust von Muskelmasse kaum oder nicht zu vermeiden, da der Körper erst einmal die Aminosäuren aus der Skelettmuskulatur freisetzt… (…der Rest ist zu biochemisch an dieser Stelle)

 

Fazit:
Eine No-Carb-Diät sollte nur vorübergehend unter sorgfältiger Abwägung der gesundheitlichen Risiken durchgeführt werden. Auf eine Supplementierung von Vitaminen und Mineralstoffen (Zink, Eisen, Vitamin C etc.) ist währenddessen zu achten.
Dies aber optimaler Weise laborgestützt, da dauerhafte Supplementierung bzw. Überdosierung von künstlichen Vitaminen zu einer bis zu 60% erhöhten Tumorrate führen kann (Vitaminpillen sind also im Allgemeinen mit Vorsicht zu genießen. Finger weg von ACE-Saft für Kleinkinder. Aber eins nach dem anderen).
Low Carb kann zum Abnehmen sehr erfolgreich sein und ist für Übergewichtige durch den schnellen Gewichtsverlust Motivation pur. Außerdem wird man gezwungen sich mit der Zusammensetzung von Lebensmitteln (vor allem Convenience) zu beschäftigen, um versteckte Kohlenhydrate (Zucker) zu vermeiden. Das kann man aber auch ohne auf Kohlenhydrate zu verzichten.

 

Bedeutung für den Sportler
Sportler haben durch einen vergrößerten Glykogenspeicher einen erhöhten Glukose-Bedarf zur schnellen Energiegewinnung. Demnach ist von Low Carb eher abzuraten.
Für Ausdauersportler (z.B. Marathonläufer) ist eine kohlenhydratreiche Ernährung sowie z.B. „carbloading“ vor Wettkämpfen ausschlaggebend für Durchhaltevermögen und Leistung.
Reduzierte Insulinproduktion wäre kontraproduktiv, da vermehrte Insulinausschüttung die Einlagerung von Glykogen in den Muskelzellen steigert.

Eine ketogene Diät kann zum Beispiel bei Bodybuildern vor einem Wettkampf in Erwägung gezogen werden, um den „Shred-Effekt“ zu forcieren und relativ schnell Körperfett abzubauen. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass auch immer Muskelmasse verloren geht, selbst bei erhöhter Protein-Zufuhr.

Außerdem ist mit Leistungseinbußen beim Sport zu rechnen, da die ATP-Bildung langsamer abläuft und sich das vor allem in der Skelettmuskulatur bemerkbar macht (Biochemie lässt grüßen. Seid Ihr noch wach?).

Insulin hat die stärkste antikatabole Wirkung und wird bei einer No Carb Diät ständig auf sehr niedrigem Niveau gehalten, was dem Aufbau von Muskulatur im Wege steht.

Das Verletzungsrisiko steigt für den Sportler, durch die leichte Übersäuerung durch die Ketonkörper und den niedrigen Blutzuckerspiegel, an. (Ich hab mir selber bei meinem Keto-Versuch ein Wadenmuskel-Bündel abgerissen. Da hatte ich mehrere Monate was davon.)

Herzlichen Dank für Eure Aufmerksamkeit, für Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung 😉 ❤

 

Eure Isa***

 

PS: Ach ja, meine Bikini-Booster basiert auf „Low Fat“. Das geht nicht so schnell wie Low Carb, hält aber länger. Ist aber auch nicht High Carb. Sondern: Kohlenhydrate gemäßigt, Eiweiß ausreichend, Fette reduziert.

Nach meiner Erfahrung der letzten Jahre das einzige, was auf Dauer gesund umsetzbar ist, auch mit Kindern und Sport und wenig Zeit. Bei Interesse Mail an isa@frauenfitnesspower.de.

Bikini Booster Diät

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

22 thoughts on “Das Low Carb Grab?!

  1. Lars sagt:

    Megaschlecht recherchiert und voller Fehler. 6 setzten.

    1. Hallo Lars, ich würde mich sehr über konrekte Anregungen und Hinweise freuen. Dann kann ich ggf. reagieren, korrigieren, revidieren, dazulernen… Lieben Dank!

      1. Lars sagt:

        Ich glaube die Korrekturen würden die Kommentarfunktion hier sprengen. 😊

      2. Nehme ich sehr gerne auch per Mail entgegen. Unkonkrete Kritik ist wenig hilfreich.

  2. Meier sagt:

    Au weia. Das kommt raus, wenn man nach DGE ausgebildet wurde?

  3. Silke sagt:

    Schon alleine, dass es gar nicht Kohlehydrate heißt, sondern Kohlenhydrate. Man sollte schon genau wissen, worüber man solchen Humbug verzapft.

    1. Das war die Autokorrektur. Ändere ich gleich. Danke für den Hinweis und für weitere inhaltliche konrekte Anregungen in Sachen „Humbug“.

  4. Marion sagt:

    Nach einer Umgewöhnungsphase kommen das Gehirn und das Rückenmark komplett ohne Kohlenhydrate aus. Als zugegeben extremes Beispiel könnte man hier zB. Eskimos anführen, die sich monatelang nur LCHF, also von Fett und Fleisch ernährt haben. Deren Gehirne und auch alles andere sind auch ohne Kohlenhydrate funktionstüchtig gewesen.Und deren Körper mussten unter extremen Bedingungen hohe Leistungen erbringen. Krank und dick sind diese Menschen erst nach Einführung der Kohlenhydrate geworden.
    Wenn sie schon Körperzellen erwähnen, die nur Kohlenhydrate verstoffwechseln können, dann auch die richtigen: die Erythrozyten. Auch für die Umwandlung von T3 nach T4 werden Kohlenhydrate benötigt. Allerdings reicht da die Gluconeogenese oder ein Löffel Honig ab und an.
    Wieso gerät in man mit LC in Gefahr weniger Vitamine und Mineralstoffe zu sich zu nehmen? Haben sie schon mal nachgesehen, welche Vitamine und Mineralien zB in einem Ei enthalten sind?
    Wieso nimmt man mit LC viele ungesättigte Fettsäuren und Transfette auf? Sie können doch nicht einfach solche Behauptungen in den Raum stellen.
    Was hat es mit der von Ihnen so genannten „Keto-Aszidose“ (eigentlich Keto-Azidose) auf sich?
    Ursächlich für die Ketoacidose ist doch eine Hyperglycämie, die aufgrund eines Insulinmangels (oder -resistenz) vom Körper nicht abgebaut werden kann. Das passiert zB wenn Typ 1 Diabetiker Kohlenhydrate essen, ohne Insulin zu spritzen. In dieser Situation kommt es dann nachfolgend auch zur Bildung von Ketonen, aber ursächlich für die Entgleisung ist der Zucker, also die Kohlenhydrate.
    Es war üblich, Diabetiker vor der Möglichkeit der Behandlung mit Insulin (oder zB in der DDR) auf eine kohlenhydratfreie Diät zu setzen. Damit sie eben nicht in eine Ketoazidose kommen.

    mfg

    1. Der Vergleich zwischen Inuit und Mitteleuropäern hinkt aufgrund der unterschiedlichen Genetik.
      Quellen für Honig in deren Lebensraum sind mir auch nicht bekannt.
      Erythrozyten sind zuständig für den Sauerstofftransport. Sauerstoff ist bei jeglicher Belastung immer der limitierende Faktor.
      Ballaststoffe kommen ausschließlich in pflanzlichen Nahrungsmitteln vor.
      Empfohlene Tagesdosis für ORAC (Antioxidantien) liegt bei 5000. Diese fehlen in Eiern komplett.
      Eier enthalten 0,0mg Vitamin C. Das ist wichtig für die Bildung von Bindegewebe, die Wundheilung, das Immunsystem und zum Schutz vor freien Radikalen.
      Ein Ei enthält 0.077 mg B6. Empfohlene Tagesdosis sind 1,2-1,5 mg. Das ist zum Beispiel wichtig für den Eiweißstoffwechsel, die Blutbildung und das Nervensystem.
      Nur mal als Einzelbeispiele herausgepickt.
      Was die Diabetiker Typ 1 angeht: es ist machbar, keine Frage, aber sehr betreuungsintensiv oder suboptimal für den Blutzuckerspiegel. Besser ein paar Pfund mehr auf den Rippen als dauerhaft zu hohe oder stark schwankende Blutzuckerwerte. Fragen Sie eine Diabetes-BeraterIn. Die werden Ihnen bestätigen, dass DDR-Methoden eventuell überholt sind.
      Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Ketose sicher das Mittel der Wahl. Aber eben nicht unter allen Umständen.

  5. kornelialeber sagt:

    Danke für den guten und für mich sehr relevanten Artikel. Mein Mann hat vor einigen Jahren mit LC sehr viel abgenommen, insbesondere der schnelle Erfolg war sehr motivierend. Aber er war oft sehr müde, missgelaunt und hat irgendwann wieder aufgehört und hatte nach einigen Monaten das Gewicht wieder drauf. Nun haben wir gemeinsam eine Ernährungsumstellung gemacht, die auf eine gesunde ausgewogene Ernährung ohne Verzicht setzt, einen Tag pro Woche gönnen wir uns sogar alles, was wir so an kleinen Sünden lieben. Die Kilos purzelten nicht ganz so schnell, aber dafür nachhaltig, denn die Laune ist gut und das Essen macht Spaß! Da ich zudem viel Sport treibe, war ich bei LC immer außen vor, nun können wir das gemeinsam durchziehen. Ich bin kein Ernährungsexperte, aber bei mir reicht der gesunde Menschenverstand und ein gutes Gespür für meinen Körper um das nachvollziehen zu können, was du schreibst.

    1. Lars sagt:

      Wenn man auf LC umstellt sollte einem vorher bewusst sein, dass man erst mal eine Art „Downphase“ hat die 3-4 Wochen anhält. Danach hat der Körper damit keine Probleme mehr. Nach einigen Monaten geht es einem sogar wesentlich besser und man bekommt mehr Energie den ganzen Tag über (kein Mittagstief durch Kohlenhydrate). Viele Sportler steigen inzwischen auf LCHF um da sich die Ausdauer wesentlich verbessert und auch der Muskelaufbau funktioniert LCHF besser. Also dass man durch LC weniger Leistung für Sport hat ist ebenfalls nicht haltbar. Der größte Knackpunkt ist dass man sich erst mal auf LCHF umstellen muss was einige Monate dauern kann. Erst danach hat man alle Vorteile einer LCHF-Ernährung z.B. besserer Schlaf, bessere Verdaung, optimaler Fettabbau, mehr Energie, bessere Blutwert uvm.

      1. Hey guten Morgen, danke für die Mühe!
        Dazu fällt mir ein:
        Soll das Deiner Meinung nach für alle Sportarten gelten? Gibt es einen Bodybuilder in der Dauer-Ketose? Nachteile gibt es demnach keine? Reden wir von low carb oder Keto? Und alles ohne Supplementierung von Vitaminen und Mineralstoffen? Was ist mit den wissenschaftlichen Studien die negative Auswirkungen protokollieren? Thema Balaststoffmangel und Darmgesundheit? Pro Glukose Molekül werden bis zu 32 ATP gebildet. Das schafft der Fettstoffwechsel nicht.
        Dass es möglich ist steht völlig außer Frage. Dass es Risiken birgt aber auch. Oder etwa nicht?

    1. Carry sagt:

      Die Crux an solchen Studien ist: sie werden unter falschen Voraussetzungen durchgeführt.
      Es geht bei LCHF nicht darum, wenig Kohlenhydrate, wenig Fett und viel Protein zu essen, sondern wenig Kohlenhydrate, moderat Protein (1g pro kg Idealgewicht!) und viel Fett.
      Dass zu viel Protein nicht gut ist, wird glaub ich jeder bestätigen, aber man soll ja auch nicht zu viel Protein essen! Darum sollte man sich schon etwas mit den Ernährungsweisen beschäftigen.
      Ballaststoffmangel: Klar hat man Ballaststoffmangel, wenn man keine Ballaststoffe isst. Das ist aber bei jeder Ernährungsweise so. Selbst die Ketogene Ernährung sieht genügend Ballaststoffe. Darmgesundheit: Insbesondere die ketogene Ernährung unterstützt den Kampf des Körpers gegen entzündliche Prozesse im Körper, und damit zuallererst einen gesunden Darm.

      „Ketone können die Glukose als Energiequelle nicht nur bestens ersetzen, sondern sind ihr aus verschiedenen Gründen sogar überlegen: zum einen ist es der höhere Energieinhalt (100 g Glukose liefern 8,7 kg ATP, 100g ß-Hydroxybutyrat dagegen 10,7 kg ATP [3]), zum anderen und vor allem aber die sehr viel stabilere Versorgung, denn die Ketonkörper stammen letztlich aus der Fettverbrennung(Lipolyse), und die Fettreserven sind nahezu unerschöpflich.“ siehe http://www.lowcarb-coach.de/lc-metabolismus-ketose.html?showall=&start=9

      1. Ich stehe hier für gesunde frische ausgewogene Mischkost. Von allen etwas. Im richtigen Maß. Keine Fertiggerichte. Viele Kräuter. So wenig Zucker wie möglich. Kohlenhydrate dem Bedarf angepasst. Proteine ebenfalls. Fette eher reduziert. Ich verstehe gar nicht wo das Problem sein soll, wenn man mal mögliche Nachteile einer bestimmten Ernährungs-Mode aufzeigt. Ohne zu werten.
        Vegan low carb geht zum Beispiel gar nicht. Afrika und Asien? High Carb. Nicht überfettet.
        Das zu viel macht uns krank und dick.
        Das Industriefutter ist ungesund.
        Wir sind faul und bewegen uns nur 1500 bis 5000 Schritte am Tag.
        DAS ist doch das eigentliche Thema.
        Bei mir geht es darum, so zu essen wie es jedem individuell gut tut.
        Um gesund zu sein braucht niemand low carb. Sondern Bewegung und eine angemessene Kalorienzufuhr.
        Mit allen Makro- und Mikronährstoffen die uns zur Verfügung stehen.
        Dafür stehe ich, das tut mir und vielen anderen Aktiven gut, das ist nicht falsch.
        Meine Hose passt ja auch nicht jedem.
        Das ist das schöne an der Ökotrophologie. Alles kann. Nichts muss. Und so wenig kann so viel erreichen.
        Jedem das Seine.

  6. Ich kann mit inhaltsloser Kritik so wenig anfangen. Geht es sachlich und konkret? Lieben Dank!

  7. Claudia sagt:

    Meine Güte sind Low Carbler aggressiv und übel gelaunt…..und intolerant.
    Im Endeffekt kann es doch jeder machen wie er es für richtig hält.
    Ich finde den Artikel prima, es wurden nur die Fakten aufgezählt,jede kann sich selbst ein Bild machen … Bitte mach weiter so Isa!!

  8. Sabrina sagt:

    Mir gefällt der Artikel sehr. Es einfach – auch für jemanden ohne fachspezifischen Background – und verständlich geschrieben. Die beschriebenen Nebenwirkungen kann ich auch so 1:1 wieder geben. Im Internet gibt es ja inzwischen etliche Programme und ich habe bereits eines der teuersten auf dem Markt erhältlichen deutschen Programme getestet. Das beginnt bereits in den ersten beiden Wochen mit einer moderaten KH-Zufuhr morgens und mittags. Mit moderat meine ich hier 70g Haferflocken bzw. 2 Scheiben VK-Brot und Mittags 100-150gr KH (Kartoffeln, Reis, VK-Nudeln …). Ab Woche 3 wurde dann Mittags bereits gestrichen. Die gesamte kcal-Zufuhr wurde von Wochenblock zu Wochenblock weniger. Die Hauptmahlzeiten bestunden dann nur aus Proteine mit Gemüse. Die Zwischenmahlzeiten (2 Stück) aus Whey-Isolat. Ich sage gleich vorweg, ich habe das Programm nicht bis zum Ende durchgezogen, da die Nebenwirkungen mir zu heftig wurden. U.a. Mundgeruch, amoniakähnlicher Körpergeruch, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, miese Laune, ab Mittags extrem aufgeblähter Bauch der auch schmerzte und die Nieren konnten merklich die „Schadstoffe“ nicht mehr filtern, auch bei 4-5 L Wasser täglich.
    super recherchierter Artikel – du hast ja auch nicht nur für´s gute Aussehen deine Lizenz bekommen 😉 mach weiter so :-*

    1. Das war bestimmt Size Zero 😱
      Danke Sabrina 😍

  9. Martin sagt:

    Du hast wirklich absolut keine Ahnung von Keto. Gefährlich, was du hier an „Informationen“ zusammengetragen hast. Ich empfehle allen Leserinnen hier, ein gutes Buch (etwa von Bruce Fife) zu lesen.

    Keto ist alles andere als gefährlich, ist Normalzustand für Neugeborene und einige Völker dieser Erde (und unsere Vorfahren), man kann also sagen: diese ganze Kohlenhydrate-Geschichte ist noch ziemlich neu für den Menschen.

    1. Hallo lieber Martin, von gefährlich steht doch da gar nichts. Nicht jeder muss jedem Hype der aus den USA rüberschwappt folgen. Keto ist bei einigen medzinischen Indikationen sogar äußerst sinnvoll (Epilepsie, Krebs) und auch bei Profi-Sportlern (Bodybuilding, Marathon) probat. Für eine Weile zumindest.
      Einen Kokosnuss-Forscher als ultimative Quelle für Fragen im Bereich der Ökotrophologie anzugeben finde ich ganz schön „mutig“ 😉
      Ich freue mich wirklich über jede konstruktive Kritik und habe einen sehr neutralen Artikel verfasst der alle Optionen offen lässt, pro und contras aufzeigt und meine Quellen sind wissenschaftliche Studien.
      Ich weiß ja nicht, woher Du diese Info mit den Neugeborenen hast, aber ein Blick auf die Nährwerte von Muttermilch könnte hilfreich sein. Neben der bekannten Laktose sind 10 % noch Oligosaccharide. Also Mehrfachzucker. Von Keto kann da kaum die Rede sein.
      Ein Hoch auf die Evolution (was würden wir bloß tun wenn alles noch so wäre wie bei unseren Vorfahren).
      Es grüßt sehr herzlich
      Isa***

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