Frauen Fitness Power

#scheissaufchillen

Liebe Ladies,

so wie auf dem Beispielfoto macht Ihr das bitte NICHT!!! (*Danke Lisa für das Bild).
Ich weiß, das mit der Ernährung ist nicht so leicht zu durchschauen. Schon vor meiner Ausbildung hab ich viel gelesen und doch das eine oder andere erst im Seminar wirklich verstanden.

Ich will versuchen ein paar ganz grundlegende Dinge in so wenigen Sätzen wie möglich zu erklären.
Das ein oder andere ist dann eventuell nicht wissenschaftlich korrekt deklariert oder analysiert, oder Ausnahmen vernachlässigt, aber mir geht es im Moment um das Verständnis und nicht um biochemische Prozesse. Soviel sei mir bitte im Vorfeld von mitlesenden Ernährungstrainer-Kollegen verziehen.

Ihr habt Euch einen Text gewünscht anstelle eines Videos…ich würde so gerne wild rumfuchteln, um alles zu beschreiben, aber dann hacke ich es eben in meine Tastatur. Ich versuch’s.
Nachdem ich ein Freund von klaren Ansagen bin (*ist das schon irgendjemandem aufgefallen? 🙂 ) schreibe ich in Stichpunkten.
Here we go:

  1. ABNEHMEN
    kann man NUR und ganz allein und NUR wenn man im Kaloriendefizit ist.
    Heißt: weniger Nährstoffe zu sich nehmen als man verbraucht.
    Denn dann, und nur dann, greift der Körper auf seine Reserven zurück. Fettreserven versteht sich.
  2. HUNGERN
    muss wirklich niemand. Es geht um das Timing und die Zusammensetzung der Nährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß).
    Denn WAS wir essen und WANN wir es essen hat einen viel größeren Einfluss auf unseren Insulinspiegel als die Menge. Die schon auch. Aber wir können vier Teller Bohnen mit Speck essen und es passiert etwas anderes als bei einem Teller Spaghetti Bolognese. Nämlich mit unserem…
  3. INSULINSPIEGEL
    Das ist der Stoff in unserem Körper der dafür sorgt, dass der Blutzucker nach dem Essen von Kohlenhydraten wieder auf ein „normales“ Level gebracht wird.
    Steigt der Insulinspiegel sehr schnell an, weil wir z.B. Toastbrot statt Vollkornbrot essen, dann fällt er auch schnell wieder ab.
    Wenn er wieder gesunken ist bekommen wir wieder Hunger.
    So schnell er ansteigt, so schnell fällt er auch wieder ab.
    Ergo: wir essen Lebensmittel, die uns länger satt machen als vier Toastbrote.
    Wenn wir mit unserem Insulinspiegel nicht sorgsam umgehen und darauf achten, dass er einigermaßen stabil bleibt, bekommen wir…
  4. HEISSHUNGER
    Daran sind wir immer selber Schuld. Denn dann haben wir vorher den Insulinspiegel schnell nach oben getrieben, haben die ersten Anzeichen für Hunger ignoriert, weil die vier Toastbrote ja erst eine Stunde her sind und sind dann in die Unterzuckerung gefallen. Also unter unser normales Level. Da gibt der Körper dann Alarm und wir gehen vierzehn Kilometer zu Fuß, in der Nacht, bei minus vier Grad, zur Tankstelle, um Gummibärchen zu kaufen. Zucker. Schnell verwertbar. Damit der Insulinspiegel schnell steigt und uns vor dem nahenden Tod bewahrt. Eine Stunde später geht es dann weiter bei…siehe Punkt 4.
  5. KOHLENHYDRATE
    sind Nährstoffe die in Nudeln, Reis, Kartoffeln und Brot vorkommen. Das wissen wir alle.
    Aber auch in Obst (wird total unterschätzt! 400g frische Ananas haben genauso viel Kohlenhydrate wie 1 Baguettebrötchen), Gemüse, Limonaden, Wein und Bier (*Schnaps enthält keine :D), Müsli, Marmelade, Rosinen, Mais, Apfelsaft, etc.
  6. KOHLENHYDRATE
    bekommen zwei Punkte, denn sie sind wichtig. Als Hauptnährstoffe für Gehirn und Nervenzellen brauchen wir sie dringend um uns konzentrieren zu können und weniger zickig und stressanfällig zu sein.
    Ergo: essen wir sie morgens, damit wir fit sind fürs Büro und mittags, damit wir fit sind für die zweite Tageshälfte.
  7. KOHLENHYDRATE
    machen NICHT dick. Darum bekommen sie auch einen dritten Punkt. Nur ZU VIELE Kohlenhydrate machen dick.
    Wir haben im Körper eine bestimmte Speicherkapazität für Kohlenhydrate (Glykogenspeicher). Die ist bei jedem ein bisschen anders und man kann sie auch vergrößern. Aus diesem Speicher zieht der Körper den Nährstoff für die tägliche Arbeit von Nerven und Gehirn.
    Nur alle Kohlenhydrate, die überschüssig sind, werden in Fettgewebe deponiert.
    Sportler haben größere Glykogenspeicher als Nicht-Sportler. Demnach können die auch mehr Nudeln essen ;).
  8. LOW CARB
    Low Carb bedeutet nicht mehr als 130g Kohlenhydrate pro Tag über die Nahrung aufzunehmen. Gemeint sind nicht 130g Spaghetti. Sondern der Anteil der darin enthaltenen Nährstoffe.
    13og Spaghetti enthalten ca. 92g Kohlenhydrate, 1g Fett 16g Eiweiß.
    Ein Apfel ganz grob ca. 22 g Kohlenhydrate, 1g Fett, 0,5g Eiweiß.
    4 Teelöffel Marmelade (haltet Euch fest) ca. 25g Kohlenhydrate (sonst fast nix anderes).
    Wenn wir jetzt noch 1 Glas Apfelsaft oder Orangensaft trinken sind wir schon drüber. Das enthält ca. 25g Kohlenhydrate.
    Vorteile von Low Carb:
    – schnelle scheinbare Erfolge, weil man am Anfang schnell Gewicht verliert. Das liegt aber nur am Wasser, siehe unten
    – Fette und Eiweiße sättigen gut
    – Insulinspiegel steigt langsamer bei wenigen Kohlenhydraten
    – Keine überschüssigen Kohlenhydrate, die in Fettdepots abgelegt werden
    – gute Ernährungsform bei Diabetes mellitus
    Nachteile Low Carb:
    – Müdigkeit und Abgeschlagenheit, weil der Nährstoff für Nerven und Gehirn fehlt
    – Vegetarisch oder vegan nicht umsetzbar
    – Fette sind Kalorienfallen
    – Der schnelle Gewichtsverlust ist vor allem Wasser, da Kohlenhydrate mit Wasser im Körper gespeichert werden. Je Gramm mit 2,7g Wasser. Die 130g Spaghetti mit ihren 92 g Kohlenhydraten wiegen also in unserem Körper 340,4g (nur mal so als biochemisch ignorantes Rechenbeispiel). Wir sind also leichter. Haben aber noch kein Fett verloren. Hilfe! Ich komme vom Hundertsten ins Tausendste…
  9. DURST
    wird sehr sehr oft verwechselt mit Hunger. Wenn wir das Gefühl haben „jetzt hab ich aber Durst“, dann sind wir schon dehydriert. Ein bisschen ;). Probiert es aus. Wenn das Hungergefühl kommt: ein Glas stilles Wasser trinken. Fünf Minuten warten. Das spart mindestens eine handvoll Gummibärchen.
  10. SATT
    sind wir wenn der Magen voll ist. Natürlich spielt es eine Rolle was drin ist!
    100g Salami machen länger satt als 100g Brokkoli. Aber für die Kalorien von 100g „Sportler“-Salami kann ich auch 1kg Brokkoli essen. Da ist der Bauch auf jeden Fall voller ;).
  11. BIKINI-BOOSTER-DIÄT
    Jetzt darf ich bisschen Werbung in eigener Sache machen: das Programm das ich entwickelt habe, basiert auf der Idee alles zu essen was schmeckt, nur in den richtigen Mengen und zur richtigen Zeit. Es funktioniert aber nur wenn man sich daran hält.
    Wer mittags am Salatblatt kaut oder in der Arbeit nur einen Joghurt isst und einen Kinderriegel, weil er (sie) nichts vorbereitet hat, der isst am Abend alles was ihm (ihr) in die Finger kommt oder geht hungrig ins Bett. Wer will das schon? 😉

Seht Ihr durch? Habt Ihr Fragen? Bitte gerne hier in die Kommentare oder in der Gruppe posten.

Eure Isa***

 

PS: Wer Interesse an meiner Bikini-Booster-Diät hat: Mail an isa@frauenfitnesspower.de dann bekommt Ihr eine Info. Kosten: einmalig 21,90 €. Das kann man auch machen so lange man will. Es ist keine Diät im klassischen Sinne. Keine Pillen. Keine Shakes. Kein Hungern.

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